Osteopathie, Craniosacral Therapie & Naturheilkunde 

Therapiezentrum Bleiche

Was ist Naturheilkunde ?

medicus curat, natura sanat - der Arzt behandelt, die Natur heilt

Die ist ein alter Ausspruch, der von Hippokrates (ca. 460 - 370 v.Chr.) stammen soll und heute noch in der Naturheilkunde Gültigkeit hat.

Damals wie heute glaubt man an die Selbstheilungskräfte von und in der Natur. Der Behandler regt diese Kräfte an, ist sich dabei aber immer bewusst, dass er nicht selbst heilt.

Gesundheit und Krankheit werden in der Naturheilkunde als zwei Pole eines dynamischen Gleichgewichts  angesehen. Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens krank, z.B. mit einem grippalen Infekt. Aber normalerweise schafft es unser Körper von selbst, wieder in den Gesundheitszustand zu kommen. Schafft er dies nicht, meint die Naturheilkunde, so ist die Hilfe von aussen notwendig in Form eines Arztes, Heilpraktikers oder Osteopathen. 

Da die Geschichte eines jeden Menschen individuell ist, wird dies natürlich in der Naturheilkunde berücksichtigt. Dabei ist dies aber nicht zu verwechseln mit dem Begriff des Ganzheitlichen, der auch gerne in einem Atemzug mit der Naturheilkunde genannt wird. Er wird von vielen Naturheilkundlern als reiner Modebegriff der letzten Jahrzehnte abgetan. Denn die Naturheilkunde erhebt keinen Anspruch darauf, alles über den Patienten oder mehr als der zu Behandelnde selbst zu wissen. Dies ist die übliche Praxis in der derzeitigen Schulmedizin, in der der Arzt mehr weis als der Patient.

Der Begriff der Ganzheitlichkeit hat sich wohl als Gegenbewegung durch die heutige medizinische Praxis hin zum immer Analytischeren entwickelt. Das bedeutet, dass man sich immer einen Teil herausgreift. Sei es z.B. das man Heilpflanzen nun im Labor in ihre Bestandteile zerlegt, um sie einzeln in Tablettenform zu bringen und dabei übersieht, dass es evtl. ihre Gesamtheit, das Zusammenspiel aller Substanzen ist, die ihre Wirksamkeit ausmacht.

Die früheren Behandlungsansätze, so nimmt man seit kurzem an, waren noch nicht so von Logik geprägt wie unser gesamtes Denken heute. Damals erklärte sich die medizinische Realität aus der Erfahrung. Wir haben heute viele Modelle, wie z.B. ein neurologisches Modell, ein anatomisches Modell, etc.... mit denen wir Krankheiten und Abläufe in unserem Körper erklären. Doch es bestehen eine Vielzahl von Symptomatiken, Erkrankungen und Behandlungen, die wir mit diesen Modellen nicht erklären können.

Konzept der Naturheilkunde wurde verdrängt 

Der analytische, naturwissenschaftliche Ansatz in der Medizin setzte sich etwa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch. 1861 wurde die medizinische Studien- und Prüfungsordnung an den preussischen Universitäten geändert. Bis dahin mussten Medizinstudenten ein 'Tentamen philosophicum' vor dem Dekan der Philosophischen Fakultät ablegen. Sie hatten sich somit vor dem Klinikum einer philosophischen Prüfung über ihre Kenntnisse der Zusammenhänge der 'Weltweisheit' zu unterziehen. Ab 1861 wurde für Medizinstudenten das 'Tentamen physicum' mit rein naturwissenschaftlichen und materiellen Inhalten eingeführt. Dieses hat bis heute Gültigkeit und jeder Medizinstudent muss es nach den ersten Studiensemestern absolvieren.

Trotz der langen Geschichte der Naturheilkunde wurde so nach und nach dieser Ansatz aus der gängigen Praxis des Medizinbetriebs verdrängt.

Wiedergeburt der Naturheilkunde

Zur Zeit besteht wieder ein erhöhter Bedarf an und eine vielfache Nachfrage nach naturheilkundlichen Modellen und Behandlungen. Denn Millionen von Menschen konfrontieren Mediziner heutzutage mit Beschwerden, die nicht auf einfache lokale Ursachen reduzierbar sind. Und eine grosse Gruppe weist Symptomatiken auf, die mit bildgebenden oder anderen modernen Verfahren der klinischen Technologie nicht nachweisbar, erklärbar und somit auch nicht therapierbar sind.

Hier offenbaren sich die Lücken in der rein naturwissenschaftlich geprägten Medizin, die auch schon früher angemerkt, aber nicht angehört wurden.